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Wenn Funktionieren zur Gewohnheit wird und der Körper beginnt, sich bemerkbar zu machen

  • 2. Aug.
  • 3 Min. Lesezeit

Kennst du diesen Gedanken?


“Ich muss nur noch diese Woche schaffen.”


Eine Woche wird zum nächsten Monat. Der nächste Monat zum nächsten Jahr.


Wir gehen arbeiten, kümmern uns um die Familie, organisieren den Alltag, übernehmen Verantwortung und versuchen, allem gerecht zu werden. Vieles läuft ganz selbstverständlich – bis irgendwann der Körper beginnt, sich bemerkbar zu machen.


Vielleicht durch anhaltende Müdigkeit, Verspannungen, Schlafprobleme, Verdauungsbeschwerden, Kopfschmerzen oder andere körperliche Symptome. Manchmal zeigen sich auch Allergien oder Beschwerden, für die sich trotz medizinischer Untersuchungen keine eindeutige Ursache finden lässt.


Natürlich sollten körperliche Beschwerden immer ärztlich abgeklärt werden. Gleichzeitig kann es sinnvoll sein, den Blick etwas zu erweitern und sich zu fragen:


Könnte mein Körper mir etwas sagen wollen?



Was bedeutet es eigentlich, nur noch zu funktionieren?


Viele Menschen erleben Phasen, in denen sie einfach "durchhalten”. Das ist zunächst nichts Ungewöhnliches. Unser Körper ist erstaunlich anpassungsfähig und kann Belastungen über einen gewissen Zeitraum gut ausgleichen.


Schwierig wird es, wenn aus einer vorübergehenden Belastung ein Dauerzustand wird.


Wir gewöhnen uns daran, die eigenen Bedürfnisse hintenanzustellen. Pausen werden verschoben, Gefühle unterdrückt und Erschöpfung mit einem Kaffee oder dem Gedanken “Das wird schon wieder” überdeckt.


Irgendwann wird dieses Funktionieren zur Gewohnheit.


Das Problem dabei ist: Nur weil wir unsere Belastung nicht mehr bewusst wahrnehmen, bedeutet das nicht, dass sie verschwunden ist.



Welche Warnsignale sendet unser Körper?


Unser Körper spricht selten von heute auf morgen laut. Meist beginnt er mit kleinen Hinweisen.


Vielleicht kennst du einige davon:


  • Du bist ständig müde, obwohl du ausreichend schläfst.

  • Du kannst selbst im Urlaub oder am Wochenende nicht richtig abschalten.

  • Du fühlst dich innerlich angespannt oder unruhig.

  • Du leidest immer wieder unter Kopf-, Rücken- oder Nackenschmerzen.

  • Dein Magen oder Darm reagiert empfindlich.

  • Allergien oder andere Beschwerden scheinen sich in stressigen Zeiten zu verschlimmern.

  • Du hast das Gefühl, ständig “auf Stand-by” zu sein.


Jedes dieser Symptome kann viele Ursachen haben. Deshalb ist eine medizinische Abklärung immer der erste Schritt.


Wenn körperlich jedoch alles in Ordnung scheint oder Beschwerden immer wiederkehren, kann es hilfreich sein, auch psychosomatische Zusammenhänge zu betrachten.



Was sind psychosomatische Beschwerden?


Der Begriff psychosomatisch wird leider häufig missverstanden.


Er bedeutet nicht, dass Beschwerden “eingebildet” sind oder man sich “nur nicht so anstellen” soll.


Ganz im Gegenteil.


Psychosomatische Beschwerden sind reale körperliche Symptome, bei denen seelische Belastungen, Stress oder emotionale Konflikte eine Rolle spielen können. Körper und Psyche arbeiten nicht getrennt voneinander, sondern sie beeinflussen sich gegenseitig.


Wenn wir über längere Zeit unter Druck stehen, verändert sich unter anderem die Aktivität unseres Nervensystems. Das kann Auswirkungen auf Schlaf, Verdauung, Muskelspannung, Hormone oder das Immunsystem haben.


Deshalb lohnt es sich manchmal, nicht nur den Körper isoliert zu betrachten, sondern den Menschen als Ganzes.


Warum wir die Signale so oft überhören


Viele meiner Klientinnen und Klienten erzählen, dass sie die ersten Warnzeichen eigentlich schon lange gespürt haben.


Sie waren häufiger müde.


Reizbarer.


Konnten schlechter schlafen.


Doch der Alltag war wichtiger.


Kinder wollten versorgt werden. Im Beruf warteten Aufgaben. Angehörige brauchten Unterstützung. Termine mussten eingehalten werden.


Also wurde weitergemacht.


Nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil viele von uns gelernt haben, stark zu sein, Verantwortung zu übernehmen und erst an sich selbst zu denken, wenn alles andere erledigt ist.


Doch genau darin liegt oft die Herausforderung.


Unser Körper braucht keine Perfektion.


Er braucht Aufmerksamkeit.



Der Körper arbeitet nicht gegen uns


Ich erlebe in meiner Arbeit immer wieder, dass Menschen ihre Symptome als Gegner betrachten.


“Warum macht mein Körper das?”


Diese Frage ist verständlich.


Vielleicht hilft jedoch eine andere Perspektive:


Was wäre, wenn dein Körper nicht gegen dich arbeitet, sondern versucht, dich auf etwas aufmerksam zu machen?


Nicht jede Beschwerde hat eine seelische Ursache.


Und nicht jede Belastung führt automatisch zu körperlichen Symptomen.


Doch manchmal lohnt es sich, neugierig zu werden.


Welche Situationen belasten mich?


Wo übergehe ich meine eigenen Grenzen?


Was brauche ich eigentlich schon seit längerer Zeit?


Allein diese Fragen können neue Sichtweisen eröffnen.



Möchtest du die Sprache deines Körpers besser verstehen?


Genau aus diesem Gedanken heraus ist mein Onlinekurs entstanden.


Darin geht es unter anderem um:

  • Stress und Nervensystem

  • Familiendynamiken

  • Glaubenssätze

  • übernommene Ängste

  • eingeschlossene Emotionen


und darum, die Sprache des Körpers besser verstehen zu lernen.




Kostenloser Einstieg


Du möchtest zunächst herausfinden, ob hinter deinen Beschwerden möglicherweise auch psychosomatische Zusammenhänge stecken könnten?


Dann lade dir gerne meine kostenlose Checkliste herunter. Sie hilft dir dabei, typische Warnsignale bewusster wahrzunehmen und erste Zusammenhänge zu erkennen.




Mein Fazit


Wir leben in einer Zeit, in der Funktionieren oft als Stärke gilt.


Doch wahre Stärke bedeutet nicht, die eigenen Grenzen dauerhaft zu ignorieren.


Sie beginnt dort, wo wir bereit sind, unserem Körper zuzuhören und nicht erst dann, wenn er laut werden muss.


Vielleicht ist genau heute ein guter Moment, einmal innezuhalten und dich zu fragen:


Wie geht es mir eigentlich wirklich?


Denn unser Körper spricht oft lange leise, bevor er deutlichere Signale senden muss.


Und manchmal beginnt Veränderung mit der Bereitschaft, ihm zuzuhören.


Herzlich,

Katrin Trkulja






Wenn die Seele über den Körper spricht... Psychosoziale Beratung • Systemische Aufstellungsarbeit Supervision • Bioresonanz Individuelle Begleitung bei psychosomatischen Hintergründen


 
 
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© 2026 Katrin Trkulja · Mein Gleichgewicht

Psychosoziale Beratung · Systemische Aufstellungsarbeit · Bioresonanz

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