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Zurück in die eigene Mitte – warum Rückzug heilsam sein kann

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Im Außen wird es stiller. Das Licht verliert an Schärfe, die Tage werden kürzer, und die Natur zieht sich zurück. Der November ist eine Zeit, die uns einlädt, es ihr gleichzutun: loszulassen, still zu werden und Raum zu schaffen für das, was in uns wachsen möchte.


Viele Menschen erleben diese Wochen als eher schwere Phase: trüber Himmel, weniger Energie, weniger Lust auf Aktivität. Doch gerade in dieser scheinbaren Leere liegt ein tiefer Sinn.Denn der Rückzug ist kein Stillstand, er ist Teil des Kreislaufs, aus dem alles Lebendige besteht.


Rückzug ist kein Rückschritt

Wir leben in einer Welt, die uns beinahe ununterbrochen zur Aktivität auffordert.„Mach mehr. Sei produktiv. Bleib dran.“ Doch unsere innere Stimme spricht oft eine andere Sprache. Sie flüstert: „Mach langsamer. Hör hin. Atme.“


Rückzug ist kein Zeichen von Schwäche. Er ist ein Akt der Selbstfürsorge und der Bewusstheit. Wenn wir uns regelmäßig diese Momente erlauben, beginnen wir zu spüren, was wirklich wesentlich ist und was wir aus Gewohnheit tun.


Die Weisheit der Natur

Die Natur macht es uns vor: Im Herbst lässt sie los, was sie nicht mehr braucht.Blätter fallen, Pflanzen ziehen sich in ihre Wurzeln zurück. Nicht, weil sie aufgeben, sondern weil sie Kraft sammeln für das, was kommt.


Auch in uns gibt es diesen Rhythmus: Phasen des Wachsens und des Erblühens und Phasen des Rückzugs und der Regeneration.Wenn wir diesen natürlichen Wechsel zulassen, anstatt dagegen anzukämpfen, finden wir zurück zu unserer Mitte.


Wie Rückzug heilsam wirken kann

Rückzug schafft Raum für Stille, für Reflexion, für die Begegnung mit uns selbst. Er hilft uns, uns aus äußeren Rollen und Erwartungen zu lösen und uns wieder zu spüren.

Manchmal merken wir erst im Rückzug, wie erschöpft wir eigentlich sind. Oder wie viele Entscheidungen wir aus Pflichtgefühl getroffen haben statt aus innerer Überzeugung.Im Abstand entsteht Klarheit. Und aus dieser Klarheit wächst neue Kraft.


Impulse für deine persönliche November-Zeit

  • Erlaube dir Ruhe. Nicht jeder Tag muss erfüllt sein von Aufgaben. Stille ist kein „Nichtstun“ – sie ist ein aktiver Raum des Werdens.


  • Überprüfe, was du loslassen möchtest. Nicht alles, was einmal gestimmt hat, passt auch jetzt noch. Erlaube dir, Gewohnheiten, Beziehungen oder Erwartungen neu zu betrachten.


  • Pflege Wärme und Geborgenheit. Ein Tee am Fenster, eine Decke, Musik, Kerzenlicht – kleine Rituale, die dich erden und innerlich nähren.


  • Sag ehrlich, was du brauchst. Grenzen und Bedürfnisse wahrzunehmen ist ein wichtiger Teil des Rückzugs. Sie schaffen Raum für echte Begegnung – mit dir selbst und anderen.


Der November als Schwellenzeit

Zwischen dem Vergangenen und dem, was kommen will, liegt ein stiller Übergang.Der November trägt diese Schwellenenergie in sich: Er fordert uns auf, innezuhalten, bevor das Neue Form annimmt.


Wenn du dich in dieser Zeit nach mehr Klarheit sehnst, nach einem Gefühl von innerer Ruhe und Richtung, darfst du darauf vertrauen, dass diese Phase ihren Sinn hat. Manchmal braucht es nur Geduld und die Erlaubnis, einfach zu sein.


Ich selbst nutze diese Wochen, um meine Arbeit neu auszurichten, Inhalte zu vertiefen und kommende Projekte vorzubereiten.


Ab Jänner vergebe ich wieder regelmäßig Termine für alle, die das neue Jahr bewusst als Beginn einer inneren Neuausrichtung nutzen möchten. Die Planungen sind schon am Laufen, deshalb sichere dir jetzt schon deinen Termin für das neue Jahr.


Bis dahin wünsche ich dir einen November, der dich sanft nach innen führt zu dem Ort, an dem du dich selbst wieder spüren kannst.


Herzlich,

Katrin



 
 
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